UTROPIA: Unser Schulgarten-Projekt

UTROPIA: Anbau (u)tropischer und alter Nutzpflanzen im naturnahen Schulgarten
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Aachen

Schulkinder erleben durch aktives Mitgestalten innerhalb des Projektes UTROPIA den biologischen Anbau exotischer und alter Nutzpflanzen und die Herstellung von Alltagsgegenständen. Alte Nutzpflanzen, wie z.B. Guter Heinrich und Erdbeerspinat, die früher überall in Bauerngärten zu finden waren, drohen langfristig auszusterben. Exotische Nutzpflanzen, wie z.B. mexikanische Bohnen, werden in tropischen Ländern als traditionelle Nahrungsmittel angebaut und exportiert. Der Konsum nicht heimischer Gemüsesorten und Früchte in Deutschland erfolgt meist ohne genaue Vorstellung davon, wie die eigentlichen Nutzpflanzen aussehen und unter welchen Bedingungen sie angebaut werden. Neben dem Anbau von Nutzpflanzen erfahren die Teilnehmer weiteres über den bäuerlichen Arbeitsalltag, wie z.B. über das traditionelle Kochen mit heimischen und exotischen Gewürzen, die Herstellung von Kräutermedizin aus Heilpflanzen und den gebrauch von Färbepflanzen.

Anlegen des Schulgartens im April 2003...

... und so sah unser Garten im Juli aus.

Das Projekt fördert das Verantwortungsbewusstsein der Kinder gegenüber der Natur, im Besonderen gegenüber der Bedeutung der Erhaltung der Nutzpflanzen-Vielfalt, die unser Überleben auf der Erde sichern. Vor allem der Umgang und die Problematik mit variablem Faktoren wie z.B. dem Wettergeschehen, der Qualität des Saatguts und der Beschaffenheit des Bodens verdeutlicht den Kindern anschaulich die Abhängigkeit der Menschen von der Natur.

Unter der Leitung von Frau Sukkau vom NABU Aachen betreut von Seiten der Schule die Eulen-Klasse das Projekt, die Betreuungsgruppe arbeitet jeweils freitags daran mit. Mittel- und langfristig werden möglichst viele Klassen in das Projekt mit einbezogen.


Im Rahmen des UTROPIA-Projektes hatten wir auch Besuch von zwei Kaffeebauern aus Honduras. Sie berichteten in der Waldklasse über ihre Arbeit und über den "fairen Handel". Auf dem Foto sind sie gemeinsam mit Herrn Bock zu sehen, der die Kaffeebauern begleitete und den Kindern aus dem Spanischen übersetzte.

42 kg ist jeder Kaffeesack schwer, so schwer wie zwei Kinder, die natürlich einmal in einen Kaffeesack steigen und getragen werden mussten.

Nach dem Gespräch und vielen Fragen der Kinder auch zur Situation der Schulkinder in Honduras wurde in der Schulküche Kaffee geröstet und gekocht. Jedes Kind durfte auch einmal (mit viel Milch) probieren. Auf die Frage: "Und wie schmeckt er?" antwortete ein Kind: "Wie selbst gemacht!"

Auch der WdR war mit dabei. Weitere Fotos vom Besuch finden Sie (mit Zugangsberechtigung) unter "Schule aktuell / Fotogalerie 2003-2004 / Besuch der Kaffeebauern".


Zu unserer Freude bekamen wir Mitte Dezember 2003 die Nachricht, dass die Finanzierung des Projektes für zwei weitere Jahre gesichert ist. Als die Kinder dies erfuhren, war die Freude groß.


Ganz herzlich bedanken wir uns bei den Initiatoren des Projektes, Frau Ina Sukkau und Herrn Fritz Bock sowie den engagierten Mitgliedern und Freunden des NABU.

Das UTROPIA-Projekt hat übrigens jetzt auch eigene Internetseiten:
www.utropia.de